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Story: Unterwegs mit der „CLEG“ Scheibenbremse - Produkt Langzeittest!

Story: Unterwegs mit der „CLEG“ Scheibenbremse - Produkt Langzeittest!

hier, wie im ersten Part des „CLEG“-Scheibenbremsen-Tests versprochen, der Langzeittest der „CLEG“ Scheibenbremsen aus dem Hause Trickstuff.

Nachdem ich die Bremse jetzt seit einem guten halben Jahr verbaut habe, ist es nun an der Zeit, euch darüber zu berichten. Zunächst gibt es hier zu sagen, dass mir die Bremse die ganze Zeit viel Spaß bereitet hat und tadellos funktioniert hat.

Nachdem bei dem zähen Winter leider nicht all zuviel an Biken zu denken war, sind wir zum Saisonstart nach Finale Ligure gefahren, um endlich mal wieder ausgiebig aufs Bike zu sitzen. Und was bietet sich mehr an, als ein Wochenende lag in Finale Ligure shutteln zu gehen, um eine Bremse an Ihr Limit zu bringen.

Bevor es losging, hat mir Trickstuff dann noch eine brandneue Bremsscheibe verpasst, um diese gleich mit zu testen

Das gute Stück ist mit 180 Gramm 27 Gramm leichter als die bisherige 203er Scheibe und bietet dennoch genauso gute Hitzefestigkeit. Erkennbar ist sie an der eleganteren, schlankeren Optik mit den geschwungenen Doppelstegen. Diese neuen Scheiben sind ab Mitte Mai mit Durchmessern von 140 bis 203 mm, mit 14- und 17-Millimeter-Reibringen und mit drei verschiedenen Interfaces (6-Loch, Coda und Rohloff) lieferbar. So eine Vielfalt gibt’s sonst wirklich kaum irgendwo.

Am Morgen nach einer Nacht im Matratzenlager vom Finale-Freeride-Team konnte es endlich losgehen. Leider war das Wetter nicht mehr so schön wie am Tag zuvor, aber immerhin war es nach einem kurzen Schneestück oben am Start der Natobase dann doch recht trocken.

Die CLEG hat jedoch im Schnee wie auch im Trockenen ohne lästiges Quietschen den ganzen Tag ohne zu murren Ihren Dienst verrichtet. Ich konnte nicht den kleinsten Bremsleistungs- oder  Druckpunktsverlust feststellen.
Nach dem langem Winter war ich auch wirklich froh über die Power, die die CLEG an den Tag legt, da somit die Unterarme nicht ganz so hart ran mussten.

Am zweiten Tag kam dann, was wir dank Wettervorhersage von Silvia vom Finale-Ligure-Team schon befürchtet hatten. Strömender Regen sowie Sturm und Nebel auf dem Gipfel.
Die gewohnt staubtrockenen steinigen Trails von Finale hatten sich in reißende Bäche und kleine Wasserfälle verwandelt.

Also mal ganz andere Testbedingungen als erwartet. Und ehrlich gesagt auch alles andere, als was wir uns gewünscht hatten.

Aber was soll’s – nach kurzem Warmfahren hatten wir dann einen Megaspaß und haben uns gute fünf Stunden oder auch sieben Abfahrten die rutschigen Trails runtergestürzt. Hierbei stellte sich schnell heraus, dass gerade die Bremsen zeigen müssen, was Sie können. Und egal welche Bremsen an unseren Bikes waren, alle kamen hier richtig auf Temperatur.

Nach der letzten und auch richtig langen und steilen Abfahrt unten angekommen, stelle ich fest, dass die hintere Bremse ordentlich am Dampfen ist. Die nun richtig heiß gefahrene Bremsscheibe quittierte jeden Wassertropfen mit sofortiger Verdampfung. Also ein kurzer Zug am Hebel um zu testen was sich tut, und siehe da auch hier hat sich der Druckpunkt nicht verändert und die CLEG funktioniert nach wie vor tadellos. Einzig die Beläge sind nun wirklich runter gefahren und es wird endgültig Zeit, neue zu montieren.

Wieder zuhause angekommen, ist hier in Süddeutschland endlich der Frühling eingekehrt.
Also das Bike an den Montageständer und mal ordentlich putzen und auf Herz und Nieren prüfen.

Wie schon angedeutet sind die Bremsbeläge verschlissen und müssen erneuert werden.
Auf diesen Moment habe ich gewartet, denn wie ihr sicher alle schon festgestellt habt, kann ein einfacher Belagwechsel eine ganz schön nervige Angelegenheit sein.

Also ab dafür, Sicherheitsschraube lösen, Kolben zurückdrücken und raus mit den abgenutzten Belägen. Nachdem ich aus lauter Gewohnheit (Code) die Beläge nach unten rausdrücken will, stelle ich fest, dass man bei der Cleg sie einfach nach oben rausziehen kann. Und ich kann es kaum glauben, nach weiteren 10 Sekunden ist der Belag gewechselt und die Fixierschraube montiert. Also Laufrad montieren und checken, ob alles gut läuft.

Nach drei bis vier mal Pumpen ist der Druckpunkt da und die Kolben haben sich ausgerichtet.
Nichts schleift und die Bremse bzw. das Bike ist wieder bereit für den nächsten Ausritt.

Diesmal habe ich die Performance „S“ Beläge montiert, die nach Aussage von Trickstuff-Arne etwas weicher sind was sich auch auf die Härte des Druckpunktes auswirken soll. Auch das kann ich bestätigen, wobei auch dieser Belag eine sehr gute Bremsleistung und einen knackigen Druckpunkt bietet.

Empfehlen würde ich die zuvor verbauten Performance „RSR“ Race-Beläge für lange besonders steile Abfahrten und knackige Downhills. Die Performance „S“ Beläge hingegen sind genau das richtige für den normalen Trail- und Bikepark-Einsatz.

Kleiner Tipp, auch der Bremshebel ist mit nur einer Schraube schnell gelöst und man kann, ohne sich sorgen zu machen, dass Öl austritt, die Bremse ordentlich putzen damit alles wieder gut und sauber läuft. Denn Finale hat auch hier wie am gesamten Bike seine Spuren hinterlassen.

Also alles in allem kann ich euch die Bremse wirklich empfehlen.
Wer auf der Suche nach einer richtig kräftigen und einfach zu wartenden Downhill- und Freeride- Bremse ist, hat hier einen zuverlässigen Partner gefunden. Und dank der guten Auswahlmöglichkeit, was die Farben und Ausführungen angeht, ist hier sicher für jeden etwas dabei.

Und wie man so hört ist Trickstuff in den lezten Zügen der Entwicklung für den kleinen und etwas leichteren  Bruder. Wir haben bereits die Prototypen des Zweikolben-Modells in Augenschein genommen und hoffen, dass wir das gute Stück auch bald für euch testen können.

Viele Grüße

Euer
Timo

Hier gehts zum ersten Testbericht der Cleg

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