MTB Freeride

Produkt-Test: Urge Down-o-Matic Impact II

Gemeinsam mit dem Mondraker Factory Team war Downhill Weltcup Racer und Weltmeister Fabian Barel mit den Produkten von Urge unterwegs.

Eure Bewertung:
Produkt-Test: Urge Down-o-Matic Impact II

Wir haben uns aus dem kleinen aber feinen Programm an Modellen den Downhill Full Face Helm herausgesucht, um ihn euch zu präsentieren, und festzustellen, was der Helm taugt.

Getestet und entwickelt mit viel Geduld und Passion von Fabian Barel und dem Mondraker Factory Team. Sein geringes Volumen und puristisches Design erinnern an den Endur-o-Matic.


Das Produkt – Down-o-Matic Impact II

Die großen Lufteinlässe an der Vorderseite sind rund, um so viel frische Luft als möglich zum Kopf des Fahrers zu bringen.  Diese Lufteinlässe sind mit leichten Gittern ausgestattet. Proportionen, Sichtfreiheit und Schutzfunktion sind optimal ausgewogen.
Die Komposit Faser Konstruktion ermöglicht ein außergewöhnliches Gewichts – Sicherheits- Verhältnis.

Das Innere des Helms besteht aus  komfortabel weichen, herausnehmbaren und waschbaren Polstern. Wie sein kleiner Bruder, hat der Down-o-Matic ein flexibles und sehr leichtes Visier. Dadurch werden bei Stürzen Verletzungen vermieden. Das einzigartige Design leitet die Luft so gut wie möglich in die Ventilationslöcher. Im Inneren des Helmes soll der geleitete Luftstrom von den Öffnungen an der Vorderseite über den Kopf des Piloten bis zu den Öffnungen am Hinterkopf, diesen bestmöglich kühlen.

Der Down-o-Matic ist perfekt geeignet für die Gröbere Gangart des Mountainbikens. Ob nun Downhill, Freeride oder BMX, wenn es Schutz braucht ist er zur Stelle. Fabian ist ein Perfektionist, und dieser Helm ist ein Zeichen dafür.

Technische Details

  • Composite Faser Konstruktion
  • austauschbare Pads
  • Gewicht ca. 970 g
  • Größen S/M  (54-57 cm) L/XL (57-60 cm)
  • CE1078 zertifiziert
  • Verstellbares, flexibles Visier
  • internes Luft Zirkulationssystem

UVP: 189,95€

Verarbeitung 

Die Form und das Design des Helmes sind nicht zu gewöhnlich. Der Kreis als Design Feature zieht sich konsequent von den Lufteinlässen bis zu den Graphics. Das Visier ist im Vergleich zu anderen Herstellern, sehr viel flexibler und im Winkel verstellbar. Allein die Größe ist hier etwas bescheidener, aber das stört keineswegs.
Die Pads im Innenleben machen richtig was her und sehen super bequem aus. Sie sind austauschbar und können durch Pads mit anderer Stärke getauscht werden. Am Kinn kommt beim Urge ein gewöhnlicher Klipp Verschluss zum Einsatz, was nicht ganz zur Performance Philosophie passt, an dieser Stelle wird’s im Produkt Testbericht aber dann die Abzüge geben.
Der Kinnbügel ist innen sauber mit einem Schaumstoff ausgekleidet.

Der Down-o-Matic ist in Zwei verschiedenen Schalen Größen verfügbar. Einmal für 54 – 57 cm und dann noch für 58 – 60 cm. Im Lieferumfang enthalten sind Pads mit unterschiedlicher Stärke, zur individuellen Anpassung.



Erster Eindruck 

Ich hatte den Helm in der Größe L zum Test. Die Ersten Abfahrten machte ich mit den bereits installierten Pads. Die Größe war was den Kopfumfang betraf vorerst in Ordnung. Beim fahren, saß er dann doch etwas zu locker. Daraufhin verwendete ich die zusätzlichen Pads im Kieferbereicht. Das machte doch gleich einen groben Unterschied. Der Helm sitzt bei mir mit den zusätzlichen Polstern straff und hat so gut wie keine Bewegung mehr, ohne zu drücken.
Der Helm ist angenehm leicht, belastet die Nackenmuskulatur damit weniger.

Funktionalität 

Die Polsterung des Helmes ist außerordentlich gut. Ich verspürte auch bei längerem Tragen keine Druckstellen. Da ich zusätzliche Pads verwende, wird’s im Helm etwas wärmer, wobei zur Belüftung des Helms zu sagen ist, dass diese die mitunter Beste ist die ich bis jetzt erfahren durfte. Die nur vier Löcher an der Vorderseite und die zwei hinten, belüften die Schädeldecke sehr gut.
Mit dem Down-o-Matic behält man meistens einen kühlen Kopf.

Ich bin mich mit diesem Helm heuer, einmal anständig auf den Kopf gestürzt.  Dabei hat der Helm oberflächliche Schäden davongetragen.  Die gute Polsterung hat den Impact gut abgefangen. Nach dem Crash bei mittlerer Geschwindigkeit, mit dem Kopf voraus in den steinigen Boden, musst ich über keine Abreibungen oder Druck Wunden am Kopf klagen.

Ein wichtiger Aspekt eines Full Face Helmes ist die Gestaltung des „Sichtfensters“, sprich passt die Goggle in den Helm.
Ich habe mit dem Urge Down-o-Matic zwei verschiedene Brillen ausprobiert, und konnte aber nie absolut zufrieden sein. Bei zumindest einer, verhält es sich so, dass die Brille zu große ist und damit nicht auf dem Gesicht aufliegt. Dadurch drückt die Brille dann auch immer auf die Nase, und es bleibt einem die Luft weg.
Bei der zweiten Brille, war das Problem geringer, jedoch die Passform mit Brille auch nicht optimal.
So könnte meiner Meinung nach der Gesichtsausschnitt beim Urge etwas größer ausfallen. Er vergrößert sich zwar je weiter sich das Profil vom Gesicht entfernt, doch das reicht nicht aus.

Das weiche Visier des Helms lässt sich relativ gut verbiegen und bricht nicht so leicht, was aber nicht bedeutet, dass es nicht brechen kann. Die Form wurde etwas überarbeitet. Ich habe heuer auch schon welche gesehen die kein Loch mehr hatten. Ob Urge das Designmerkmal jedoch für 2012, zumindest am Visier weglässt ist fraglich.

Für diejenigen unter euch, die sich neu für Full Face Helme interessieren, mag der vorhandene Clip Verschluss, Gut und Recht sein, aber im Sinne der Sicherheit, sollten diese Dinger beim DH Helmen verschwinden. Ein „normaler“ Doppel D Verschluss erfüllt einen anderen Standart und sollte was den Argumentations-Punkt Gewicht betrifft kein Thema sein.
Das öffnen und schließen des Doppel D´s mag etwas schwieriger sein als mit dem Plastik Clip, aber nach einigen Malen hat man den Dreh auch hier heraus.

Resumeé 

Alles in Allem ein gelungenes Produkt. Für den Freeride Einsatz, ausgezeichnet geeignet. Die enorm gute Belüftung und das geringe Gewicht, sind bei langen Abfahrten und heißen Tagen ein absolutes Plus. Speziell für diejenigen unter uns, denen leicht zu warm wird ein „kühler“ Tipp.

Für den Downhill Race Einsatz, ist womöglich die Sicherheit, auf Grund des Plastik Verschlusses in Frage gestellt. Dafür empfehlen wir Helme mit einer höheren Sicherheits-Norm.
Die verschiedenen Farben bieten eine schöne Auswahl für viele Geschmäcker. Das etwas eigenwillige Design, bringt für den Einen Wiedererkennungswert, für den Anderen wird’s etwas immer komisch aussehen.

große Belülftungslöcher vorne der Plastik Clip Verschluss angenehme Pads im Down-o-Matic
Gast
super helm! super wiedererkennungswert!

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  • große Belülftungslöcher vorne
  • der Plastik Clip Verschluss
  • angenehme Pads im Down-o-Matic