
Auf Wiedersehen Whistler. Hallo Vancouver. Besuch bei Rocky Mountain und mit Wade Simmons an der North Shore...
Hallo Freunde,
nach meinem letzten Blog habe ich tatsächlich nur noch einen Tag in Whistler verbracht. Der hatte es aber absolut in sich. Wie schon geschrieben, wurden die Trails von Tag zu Tag griffiger und trockener. Das erlaubte es mir, Sektionen zu befahren die vorher ein wenig scary und rutschig gewesen wären. So zum Beispiel den Double Diamond Trail
"Goat's Gully". Ein technisch, stufiger, spitzer, verblockter Trail am Garbanzo der eine absolute Bike-Beherrschung voraussetzt. Wenn
"Goat's Gully" nass ist, gibt's kein halten mehr. Soll heißen, selbst bei "trockenen" Bedingungen ist es sehr anspruchsvoll hier ohne Absetzer und ohne Fehler runter zu kommen!! Einmal musste ich den Fuß absetzen. Ärgerlich zum dem Zeitpunkt als es passierte aber sicherlich besser als jeder andere Fehler!? Am Ende des Trails versteht man auch das Schild "Experts Only", welches am Einstieg auf einen wartet.
Ein weiteres hinterlistiges Teilstück befindest sich abseits von
"Original Sin". Dieses beginnt kurz nach der weltbekannten "Aussichtsplattform" auf
"Original Sin" mit Blick über die Rocky Mountains und nach Creekside. Hier muss man gleich wenn man in den Wald fährt, links abbiegen. Dieser "inoffizielle" Trail führt einen direkt zu dieser Steilabfahrt...
Hier schön zu sehen oben links im Bild, mein Kumpel Manfred Stromberg der zufällig auch während des Crankworx hier in Whistler war. Er musste an diesem Tag des öfteren als mein Foto-Modell her halten...
Aber zurück zur "Wand". In der vertikalen geht es hier einige Höhenmeter runter, doch das fiese dabei sind zwei Stufen während der Abfahrt. Die stauchen einen ganz gut zusammen bevor man vom Hang unten wie aus der Kanonenkugel abgefeuert wird. Als wäre das nicht genug, besteht die komplette Abfahrt aus spitzen Steinen die Reifen einfach zum Fressen gern haben. Also bloß kein Fehler, immer schön Bremsen und den Lenker gut fest halten war die Devise.
Nach all diesen steilen, technischen Trails bot es sich dann natürlich noch an, im unteren Teil des Garbanzo
"In Deep" mitzunehmen. Hier ging es quasi dort weiter wo es oben in
"Goat's Gully" aufgehört hat. Genauso steil, genauso technisch und schier endlos schlängelte es sich über Steinstufen, durch Felsspalten und North Shores, vorbei an zweifelnden Mitstreitern nach unten. Und als ob das nicht schon genug zu diesem Zeitpunkt gewesen wäre, ging es über einen weiteren "Double Diamond - Expert Only" Trail namens
"Fatcrobat" weiter.
Happy und ohne große Probleme oder Ausfälle unten angekommen, gab es nur noch die Möglichkeit den
"Expressway" zu nehmen der aber zum Glück direkt meinen Lieblings "Expert Only" Trail ansteuert, nämlich
"D1". Hier findet man eine Jumperei der Superlative und war für mich ein Perfekter Abschluss des Garbanzo. Über den
"Whistler Downhill" ging es dann den Rest des Berges nach unten ins Village.
Zu Hause angekommen hieß es dann leider schon bald, Koffer packen und Abfahrt-Bereit machen, denn mein Shuttle in Richtung Vancouver ging schon sehr Früh am Abend. Also schnell mein ganzes Gerümpel in den Bike-Koffer geschmissen, mein Bike auf die Ladefläche verfrachtet und zusammen mit Wade nach North Van. durchgestartet. Einerseits war ich traurig über die Abreise in Whistler, andererseits aber Super-happy und gespannt auf die nächsten Tage was denn da so kommen mag!?
So aufregend gings dann auch direkt heute morgen weiter. Da stand erstmal ein Besuch bei Rocky Mountain in Vancouver auf dem Plan. Hier gab es für mich eine kleine Rund-führung in den heiligen Hallen und außerdem wurden die neuen Bikes den Händlern aus British Columbia präsentiert. Der Tag begann also schonmal sehr aufregend und interessant.
Nach dieser kleinen Rundführung gings direkt ohne Pause in die Berge um eine erste Kostprobe "Vancouver Waldboden" zu kosten...
An den Cypress Mountain hat es uns verschlagen. Das ist Wade's Favoriten-Berg in Vancouver und er wollte mir doch unbedingt einen seiner Hot-Spots zeigen. Einen ungefähr 15-Jahre alter Trail Namens "Seega" oder so ähnlich. Zwischen ziemlich großen und dicken Bäumen, die auch noch sehr eng aneinander stehen, ging es extrem flowig den Berg hinunter. Weicher Waldboden gespickt mit diversen North Shore Elementen und einigen Stein-stufen bot sich uns. Ein komplett anderes Gelände im Vergleich zu Whistler findet man hier, vorallem sind die Trails nicht so ausgefahren und "überlaufen". Sehr entspannt und lustig erwies sich also die erste Abfahrt. Begleitet wurden wir von Joses Kofford aus Kalifornien. Joses war, genauso wie ich, das erste mal an der Shore und auch ziemlich angetan von dem Trail. "Hier muss ich unbedingt öfter fahren" meinte er...

Ja das war dann auch schon wieder mein Rückblick und meine Erlebnisse der letzten Tage. Ab morgen geht es zusammen mit Wade und vielleicht Richie Schley auf Roadtrip durchs Land. Irgendwo Richtung Nelson soll's gehen. Ich bin gespannt, ziemlich aufgeregt und voller Neugier. Schließlich ist das alles Neuland für mich. Ich werde aber auf jeden Fall berichten. Also dran geblieben heißt es für euch und Viel Spaß beim biken!!!
euer Mario
viel spaß noch !!!!
hab Dich leider in Whistler nicht gefunden, war oefter mal am RM Stand.
Wann kommst Du denn nach Williams Lake zum biken? Bin eventuell naechstes Wochenende in W.L. beim biken.
geiler Tripp!
Die Berge rund um Whistler sind übrigens die Coast Mountains. Die Rockies wirst du von da oben also nicht gesehen haben;-)
Goats Gully macht doch im Nassen erst richtig Spass. Vor allem die Stufen im unteren Teil...
Viel Spass noch!
g Andreas
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