
Team Fahrer und Downhill „Legende“ Marcus Klausmann war die ganze Letzte Saison auf dem Prototyp unterwegs. Jetzt gibt’s es in Serie, das GHOST Northshore DH.
Lange hat es gedauert, bis GHOST begonnen hat ein eigenes DH Bike zu entwickeln. Doch vor einiger Zeit haben sich die Ingenieure in Waldsassen ihre Köpfe zerbrochen um eine Rennmaschine zu erschaffen. Marcus war in dieser Entwicklung sehr involviert. Nach seinen Vorstellungen wurde die Geometrie ausgearbeitet und sein favorisiertes Hinterbausystem, welches nach den Vorgaben von GHOST ausreichend innovativ war kam zum Einsatz.
Das GHOST Northshore DH
Das einstige Northshore, ein Freeride Bike, welchen sich schon länger im Programm befand, wurde als Ausgangsbasis herangezogen. Es hat aber doch einige umfassende Veränderungen durchlebt und ist schlussendlich als „Neue“ Plattform ein ganz eigenes Bike. Sehr markant dabei der Hinterbau, mit hohem Drehpunkt und Umlenkrolle für die Kette.
Das Bike / Rahmenspezifische Features
Rahmen:
Nicht nur das optisch markante Erscheinungsbild ist ein Vorteil des Hydroforming, sondern durch die bedarfsgerechte, optimale Anpassung der Rohrform an die einwirkenden Kräfte, dadurch wird das gesamte Rad trotz niedrigem Gewicht noch stabiler.
Beim Northshore werden keine standartisierten Rohrsätze verwendet, sonder von GHOST selbst entwickelte, dadurch kommen von den Ingenieuren gewünschte, spezifisch angepasste Formen und Wandstärken zum Einsatz. Eine weitere Optimierung.
Steuerrohr:
An der Front des Rahmens kommt ein 1,5 Zoll Steuerrohr zum Einsatz, welches eine Höhe von 120 mm hat. Passend zu den großvolumigen Hydroforming Rohren wird dadurch genügen Steifigkeit erzielt. Die geringe Höhe des Steuerrohres, ermöglicht ein tiefes Cockpit, üblich für moderne Race DH Bikes.
Dämpfer / Einbaulänge:
Beim GHOST Northshore DH hat der Fox DH RC2 folgende Dimension, 10.5’ x 3,5’ ( 266,7 mm x 88,9 mm ) und ist somit ein Dämpfer mit dem längsten Einbaumaß am Markt. Nun durch einen solch langen Dämpfer erhöht sich zwar das Gewicht ein wenig, aber der durch das niedrige Übersetzungsverhältnis gewonnen positive Effekt, wiegt dies mehr als nur auf. Die Lange Feder mit mehr Hub kann weicher gewählt werden, was die Sensibilität und das Ansprechverhalten des Hinterbaus verbessert. Besonders zu spüren ist das bei kleinen schnellen Unebenheiten. GHOST nennt das die LFT ( Low Friction Technology ).
Am Rocker ( Wippe ) kommt das NBS ( Needle Bearing System ) zum Einsatz. Diese neuartige Nadellagerung der Dämpferaufnahme senkt die Reibungswerte um ein vielfaches. Damit wird auch das Losbrechmoment, das während des Fahrens ständig überwunden werden muss, verringert und das Ansprechverhalten entscheidend verbessert.
In Zusammenarbeit mit den Stoßdämpfer Lieferanten, sind die Federelemente individuell auf die GHOST Rahmenkinematik abgestimmt. Das optimierte Setup ermöglicht perfekte Funktion.
Tretlager:
Mit der Tretlagerbreite von 73mm geht man nicht nach der Devise, je größer desto besser vor, sondern macht das Ganze sehr Benutzerfreundlich. Es können dadurch beliebe Kurbeln am Bike gefahren werden.
Durch das niedrige Tretlager und eine zentrale Dämpfer Position liegt der Schwerpunkt des Rades zentral und tief. Diese optimale Gewichtsverteilung garantiert ein neutrales und ausgewogenes Handling. 
Hinterbau:
Auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, und schon auf den zweiten sehr innovativ, so sieht der Hinterbau des NorthShores aus.
Nun das wesentlichste zuerst, der Drehpunkt der Schwinge sitzt sehr hoch, was zu einer überaus günstigen Raderhebungskurve führt. Was bedeutet das nun? Nun selbst wenn sich das Bike im SAG befindet, kann sich das Hinterrad immer noch nach hinten bewegen, was Schläge in diesem mittleren Federbereich softer erscheinen lässt. Erst gegen Ende des Travels bewegt sich die Hinterachse und somit das Hinterrad nach oben vorne.
Die eingesetzte Anti Squat Technology liefert eine effektive Kraftübertragung ohne störendes Wippen, durch geschickte Positionierung der Drehpunkte im Gesamten Hinterbau, da dieser beim pedalieren nicht einfedert. Das verbessert die Traktion und eliminiert negative Fahrwerkseinflüsse.
Sehr auffällig beim Northshore ist die Umlenkrolle genannt „Bogey Roll“. Das Federsystem soll dabei nicht mehr durch das Fahrergewicht auf den Pedalen beeinträchtigt werden. Durch den Einsatz der Bogey Roll geht die Kettenverlängerung beim Einfedern gegen Null und ermöglicht somit eine frei arbeitende und aktive Federung.
Die „Bogey Roll“ erlaubt es auch den Drehpunkt der Schwinge so hoch anzusetzen, was zu den beschriebenen Vorteilen führt.
Der Hinterbau ist mit einer Einbaubreite von 142 mm für einen Downhill Bike schmaler als bei den meisten Konkurrenten. …
Doch der Syntace X12 Standart ist leicht und dabei supersteif. Die Nabenachse wird unter hoher Axialspannung bombenfest im Hinterbau geklemmt. Die 3,5 mm die gegenüber dem 135 mm Standart hinzukommen, haben keinen Effekt auf die Anordnung der Kassette oder die Bremsscheibe. Es werden die Staubkappen/Nabenschalen in den Rahmen eingelassen. Dieser Einsatz dient zum einen als Führung bei der Installation des Hinterrades, bei gleichzeitiger Erhöhung der Aufstandsfläche der Nabe im Rahmen. Während traditionelle Systeme auch bei Steckachsen, die Naben nur zwischen den Ausfallenden komprimieren, wird hier durch diese Einführung mehr Steifigkeit generiert.
Als weiteres Feature kommt beim Northshore ein „3D Forged Dropout“ zum Einsatz. Bei dem Verfahren erleichtert, bzw. ermöglicht es auch schwierigste dreidimensionale Formen zu schmieden. Im Gegensatz zu gefrästen Teilen bekommt die Aluminium Legierung eine dichteres Materialgefüge und damit eine höherer strukturelle Festigkeit.
Wir dürfen also gespannt sein, wie sich dieses, mit frischer und innovativer Technologie vollbepackte Bike, in unserem MTB-Freeride.TV Bike Test macht.
Bike Specs im Überblick:
RAHMEN:
DH 7005 Aluminium Legierung, LFT BG, ISCG 05 Standart, (schwarz, grün, roh)
FEDERBEIN:
Fox DHX RC2, Rebound und Bottom Out Control, 10,5’ x 3,5’
GABEL:
Fox 40 RC 2 FIT, High und Low Speed Einstellung, Rebound, Compression, 200 mm Federweg
STEUERSATZ:
FSA Gravity Reducer Headset
VORBAU:
Truvativ Holzfeller Direct mount 31.8 mm
LENKER:
Truvativ Boobar 780mm 31.8 mm
VORDERRADBREMSE:
Avid Elixir CR Disc, 203 mm Scheibe
HINTERRADBREMSE:
Avid Elixir CR Disc, 185 mm Scheibe
SCHALTWERK:
SRAM X.0, 9 Fach, kurzer Käfig
SCHALTHEBEL:
SRAM X.O Trigger
KASSETTE:
Shimano 11-25
KURBELSATZ:
Truvativ Holzfeller 38 Zähne incl. BB
FELGEN/SPEICHEN:
Alex Supra 30 / DT Swiss 1.8 mm
VORDERRADNABE:
Tune King MK 20mm
HINTERRADNABE:
Tune Kong X-12
VORDERRADREIFEN:
Schwalbe Muddy Mary 2,5’
HINTERRADREIFEN:
Schwalbe Muddy Mary 2,5’
SATTEL:
GHOST VL 1376
SATTELSTÜTZE:
Ritchey Comp 34.9 mm
Die Bikes werden gerade montiert und somit gegen Ende der Woche ausgeliefert. Also müsst ihr nicht mehr zu lange auf die Schmuckstücke warten.
mir fehlt in Eurer Palette soas wie ein Nachfolger vom ERT 9000 - was mit ner 36er Talas vorne! Kommt sowas mal wieder oder muss ich die Marke wechseln?
ich glaub ich muss ma schnell im lotto gewinnen
Und da ich die Bilder auf ein Plakat drucken möchte, bräuchten die Bilder eine höhere Auflösung
Grüße René
Grüße
Tobe
Also das 2012er Ghost DH 9000 mit noch besseren Komponenten wie etwa Kashima Coat Fox 40er, RC4, Sram XO Kurbel usw. bekommt ihr ab ca. 4600 €.
Das DH 7000 gibt's ab ca. 2400€.
Zusätzlich sind aber 2012 drei verschiedenen Rahmengrößen erhältlich.
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